Ziel und Konzept

Während es für andere Disziplinen der Historischen Grundwissenschaften bereits etablierte Periodika gibt, ist eine Fachzeitschrift auf dem Gebiet der nachantiken Epigraphik im deutschsprachigen Raum bislang ein Desiderat geblieben. Wir wollen diese Lücke schließen.

Mit dem Archiv für Epigraphik wollen wir die Arbeit größerer Editionsprojekte wie „Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ begleiten und ergänzen. Komplementär zu den Editionsbänden, die Ergebnisse intensiver Bearbeitung umfangreicher Inschriftenbestände in geographisch abgegrenzten Erfassungsgebieten darstellen, wollen wir eine Plattform für Einzelstudien und Debattenbeiträge bieten und Forschungsprozesse dokumentieren.

Dabei soll das Archiv für Epigraphik neben klassischen Fachaufsätzen auch Raum für Miszellen und Kommentare bieten und insbesondere die Edition einzelner Inschriften oder kleinerer Inschriftenbestände ermöglichen, deren Bearbeitung im Rahmen laufender Projekte derzeit nicht vorgesehen ist. Die Einrichtung eines Rezensionsteils ist als zukünftige Entwicklungsstufe möglich.

Thematische Ausrichtung

Das Archiv für Epigraphik versteht sich als Fachzeitschrift für die Erforschung von Inschriften der Vormoderne mit einem Schwerpunkt im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Dabei ist es offen für epochenübergreifende Fragestellungen und für epigraphische Themen, die zeitlich und geographisch über das Bearbeitungsgebiet der „Deutschen Inschriften“ hinausgehen.

Herausgeberschaft

Für die Herausgabe ist eine Redaktion zuständig, die von einem Gutachtergremium aus erfahrenen Epigraphikerinnen und Epigraphikern unterstützt wird. Beide treten gemeinsam als Herausgeberkollegium auf. Das Gutachtergremium sichert die wissenschaftliche Qualität der im Archiv für Epigraphik publizierten Beiträge im Rahmen eines doppelblinden Begutachtungsverfahrens. Die Herausgebertätigkeit erfolgt ehrenamtlich.

Publikationsform

Das Archiv für Epigraphik erscheint als elektronische Zeitschrift nach den Prinzipien des Open Access. Die einzelnen Beiträge werden sofort nach Fertigstellung als PDF-Dateien mit fortlaufender Paginierung innerhalb des aktuellen Jahrgangs auf einem Publikationsserver veröffentlicht und sind dort dauerhaft frei zugänglich.

Die Publikation ist kostenfrei. Die Autorinnen und Autoren gewähren dem Herausgeberkollegium ein einfaches und zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht. Sie behalten alle Rechte an ihren Beiträgen und dürfen die publizierten PDF-Dateien beliebig weiterverbreiten. Das Herausgeberkollegium empfiehlt den Autorinnen und Autoren, ihre Beiträge unter eine Creative-Commons-Lizenz zu stellen.

Die Einreichung von Beiträgen steht jeder Person frei, die zu einem epigraphischen Thema forscht. Auch Studierende sind dazu aufgerufen, überdurchschnittlich bewertete Studienleistungen auf diesem Gebiet zur Publikation einzureichen.

Veröffentlichungsprozess

Die Beiträge werden der Redaktion elektronisch zugesandt. Die Redaktion prüft die Einhaltung der formalen Kriterien und leitet jeden Beitrag – soweit möglich anonymisiert – an zwei Gutachterinnen oder Gutachter weiter. Diese empfehlen entweder die Annahme, die Ablehnung oder die Annahme vorbehaltlich verbindlicher Überarbeitungshinweise. Ein Beitrag ist zur Publikation angenommen, wenn beide Gutachterinnen oder Gutachter die Annahme empfehlen bzw. eventuelle Überarbeitungsauflagen erfüllt wurden.

Angenommene Beiträge werden von der Redaktion bearbeitet und zur Korrektur an die Autorinnen und Autoren zurückgesandt. Anschließend werden sie in das Layout der Zeitschrift überführt. Die Autorinnen und Autoren erhalten eine elektronische Korrekturfahne und können letztmalig kleinere Änderungen vornehmen. Fertige Beiträge werden als PDF-Dateien auf einer Publikationsplattform veröffentlicht. Änderungen sind danach nicht mehr möglich.

Formatrichtlinien

Die Redaktion erarbeitet verbindliche Formatrichtlinien, die auf der Internetseite veröffentlicht werden. Beiträge, die gegen diese Formatrichtlinien verstoßen, können von der Redaktion zur Überarbeitung zurückgegeben werden. Editionen von nachantiken Inschriften sollen sich an den Bearbeitungs- und Editionsgrundsätzen für die „Deutschen Inschriften“ orientieren. Forschende, die Zugriff auf das Redaktionssystem Epigraf haben, können darüber exportierte Artikel einreichen.


Die Redaktion
6. Januar 2020